7. Unterstützung

 

Das Kapitel 7 der ISO 9001:2015 befasst sich mit den festen Größen, die im Zusammenhang mit einem effektiven Qualitätsmanagement eine wichtige Rolle spielen. Hier geht es unter anderem entsprechend nicht nur um die Hauptakteure, sondern auch um die Ressourcen, die benötigt werden, um das Vorhaben effektiv und nach individuellen Vorstellungen umzusetzen.

Dieses Kapitel unterteilt sich weiter in die Unterkapitel

  • Ressourcen
  • Personen
  • Infrastruktur
  • Prozessumgebung
  • Ressourcen zur Überwachung und Messung
  • Messtechnische Rückführbarkeit
  • Wissen der Organisation
  • Kompetenz
  • Bewusstsein
  • Kommunikation
  • Dokumentierte Information
  • Erstellen und aktualisieren
  • Lenkung dokumentierter Information

 

Ressourcen

Im ersten Unterkapitel geht es um die Notwendigkeit, dass seitens des Unternehmens die notwendigen Ressourcen für ein Gelingen bzw. Verbessern des Qualitätsmanagements gestellt werden. Wichtig ist hier vor allem, dass die Masse an vorhandenen Ressourcen richtig eingeschätzt wird und die Frage danach, ob bestimmte Ressourcen eventuell extern bezogen werden müssen.

 

Personen

Das zweite Unterkapitel stellt hier die Verantwortlichkeit der Personen in den Fokus. Ein Unternehmen kann nur dann auf der Basis eines verlässlichen Qualitätsmanagements arbeiten, wenn jeder Mitarbeiter um seine Aufgabenbereiche Bescheid weiß.

 

Infrastruktur

Auch beim Faktor „Infrastruktur“ handelt es sich um einen sehr individuellen Bereich. Aufgabe des Unternehmens ist es hier, unter anderem beispielsweise Gebäude, Ausrüstung und Soft- und Hardware zur Verfügung zu stellen, so dass die zuständigen QM-Mitarbeiter wirtschaftlich und qualitätsorientiert arbeiten können.

 

Prozessumgebung

Mit Hinblick auf den Bereich der Prozessumgebung spielen sowohl soziale, psychologische und physikalische Faktoren eine große Rolle. Je nachdem, welche Produkte hergestellt bzw. welche Dienstleistungen angeboten werden, ändern sich hier die jeweiligen Grundvoraussetzungen. Aufgabe des Unternehmens ist es jedoch in jedem Falle auch hier, für optimale Verhältnisse zu sorgen.

 

Ressourcen zur Überwachung und Messung

Um den Erfolg des Qualitätsmanagements in regelmäßigen Abständen messen zu können, bedarf es der dazugehörigen Ressourcen. Wichtig ist hier unter anderem, dass die vom Unternehmen bereitgestellten Ressourcen zur Art der Messtätigkeit passen und dass die Ressourcen kontinuierlich zur Verfügung stehen.

 

Messtechnische Rückführbarkeit

Unerlässlich ist natürlich, dass sich die verantwortlichen Mitarbeiter auf die Ergebnisse Ihrer Messungen verlassen können. Hier sollte eine regelmäßige Kontrolle bzw. Kalibrierung der entsprechenden Gerätschaften erfolgen.

 

Wissen der Organisation

Aufgabe der Unternehmensführung ist es außerdem, festzulegen, welcher Wissensumfang benötigt wird, um den Anforderungen des Qualitätsmanagements zu entsprechen. Sollten hier, beispielsweise aufgrund aktualisierter Zahlen oder einer Veränderung im Herstellungsprozess, neue Anforderungen entstehen, ist es unerlässlich, dass das nun neue, notwendige Wissen an alle Verantwortlichen weitergegeben wird. Die Quellen der neuen Erkenntnisse können entweder interner oder externer Natur sein.

 

Kompetenz

Jeder Mitarbeiter, der mit einer Aufgabe aus dem Bereich des Qualitätsmanagements vertraut gemacht wird, muss über die entsprechenden Kompetenzen verfügen. Gegebenenfalls bietet sich hier auch die Teilnahme an Schulungen und Workshops an.

 

Bewusstsein

In diesem Kapitel spielt der Faktor der Transparenz eine entscheidende Rolle. Hierbei geht es darum, den Mitarbeitern aus dem Qualitätsmanagement zu vermitteln, welche Tragweite seine Tätigkeit hat und über mögliche Folgen von „Flüchtigkeitsfehlern“ o. ä. aufzuklären.

 

Kommunikation

Wie der Kapitelname schon vermuten lässt, geht es hier um den Austausch an Informationen. Seitens der Unternehmensführung muss jedoch in jedem Falle festgelegt werden, wer über die Vorgänge des Qualitätsmanagements (besonders mit Hinblick auf externe Kommunikation) aufgeklärt wird und wann über welche Themen gesprochen werden. Vor allem mit Hinblick auf aufmerksame Mitbewerber gilt es hier, wachsam zu sein und konkrete Ansprechpartner zu bestimmen.

 

Dokumentierte Information

Egal, in welcher Branche sich ein Unternehmen bewegt: ein verlässliches Qualitätsmanagement fordert immer eine dokumentierte Information nach internationaler Norm (ISO 9001) und einer ergänzenden Dokumentation, die dann wiederrum vom Unternehmen selbst bestimmt wird.

 

Erstellen und aktualisieren

Auch die Dokumentation der entsprechenden QM-Prozesse ist mit Rahmenbedingungen verbunden. Hier müssen unter anderem nicht nur Autor und Referenznummer, sondern auch Format und Medium berücksichtigt werden. Die jeweiligen Ergebnisse und Aufzeichnungen müssen nachvollziehbar gestaltet sein.

 

Lenkung dokumentierter Information

Hierbei gilt: es reicht nicht, Aufzeichnungen zum unternehmensinternen Qualitätsmanagement festzuhalten. Vielmehr ist auch sicherzustellen, dass diese geschützt werden und entsprechend jederzeit eingesehen werden können. Unter anderem gilt es auch, einen Unterschied zwischen internen und externen QM-Informationen deutlich kenntlich zu machen. Selbstverständlich ist es mit Hinblick auf die Lenkung der Information auch möglich, manchen Mitarbeitern lediglich Lesezugriff zu gewähren, während andere Änderungen in den jeweiligen Dokumenten vornehmen können.

 

Weitere Beiträge zu den anderen Kapiteln der ISO 9001:2015:

4. Kontext der Organisation

5. Führung

6. Planung

8. Betrieb

9. Bewertung der Leistung

10. Verbesserung

 

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